Smokin' Aces - Special Edition

gesehen am 23.08.2007
DVD · Code 2Deutschland · Action ⁄ Komödie ⁄ Crime ⁄ Drama ⁄ Thriller · Working Title Films · UK ⁄ Frankreich ⁄ USA 2006

Besprechung

Als Vegas-Entertainer Buddy 'Aces' Israel (Jeremy Piven) kurz davor ist beim FBI als Gegenleistung für seine Straffreiheit über das organisierte Verbrechen auszupacken setzt Mafia-Boss Primo Sparazza (Joseph Ruskin) kurzerhand ein Kopfgeld von einer Million Dollar auf das Herz von Buddy aus. So ein Angebot zieht natürlich allerhand zwielichtige Gestalten aus den Löchern, und es ist an den FBI-Agenten Messner (Ryan Reynolds) und Carruthers (Ray Liotta) all diesen zuvor zu kommen und Buddy – der in einem Hotel-Penthouse mit reichlich Koks und Nutten residiert – in Sicherheit zu bringen.

Der Trailer versprach ja einen herrlich grellen Fun-Actioner mit ordentlichen Schauwerten – und damit ist nicht nur Alicia Keys gemeint. Nun die Schauwerte hat Smokin' Aces zweifelsohne. Hier wird ein riesiges Arsenal an Waffen aufgefahren, die dann in grellen, ja fast schon blendenden, Bildern von allerlei dubiosen, abgehalfterten, durchgedrehten oder im Falle von Alicia Keys extrem heißen Charakteren auf Buddy 'Aces' Israel abgefeuert werden. Das Problem das Regisseur und Autor Joe Carnahan (Narc) jedoch hat, ist die Tatsache, dass er seinen Film viel zu ernst nimmt. Sie sind zwar durchaus immer wieder Ansätze da, die den Film seine Ernsthaftigkeit nehmen, man denke nur an die Tremor-Brüder, den tumben Russen Hugo (Joel Edgerton) oder den Anwalt in Frauenunterwäsche und mit Häschenkostüm auf dem Zimmer. Andererseits sind da aber diese bierernsten FBI-Agenten und der knallharte Mafiaplot. Handwerklich wie schauspielerisch zwar ausgesprochen gut, inhaltlich jedoch im krassen Kontrast zum Fun-Part. Man könnte Joe Carnahan fast unterstellen, dass er nicht genau wusste, was er denn eigentlich will, was dann in diesem etwas zweischneidigen Film resultiert. Wie so etwas in Perfektion auszusehen hat, hat Tony Scott mit Domino ja bereits gezeigt!
Harsche Kritik leider auch an die DVD-Macher. Die Texteinblendungen in Form von Untertiteln sind – mal wieder – ein schlechter Witz! Das Zauberwort heißt hier nach wie vor Multi-Angle – ein Feature das aber den meisten Studios unbekannt zu sein scheint. Sehr schön an der Steelbook-Edition ist allerdings die Beigabe des 36-seitigen Comics, der viele der im Film erwähnten vorausgehenden Geschehnisse nochmals in grafischer Form aufbereitet.

Bewertung