Ebola Syndrome (伊波拉病毒)

gesehen am 03.02.2008
DVD · CodefreeUSA · Komödie ⁄ Horror ⁄ Crime · Wong Jing's Workshop Ltd. · Hong Kong 1996

Besprechung

So, endlich gesehen! Und was soll man sagen, Ebola Syndrome wird seinem Ruf als schmutziges liederliches Filmchen durchaus gerecht, wenn er dabei aber definitiv auch kein Meisterwerk ist. Hauptdarsteller Anthony Wong Chau-Sang (Infernal Affairs, Exiled) glänzt als heruntergekommener und pervertierter Psychopath und hat mit der Rolle des Kai seinen Ruf als einer der coolsten Säue in Hong Kong's Filmindustrie sicherlich nachhaltig geprägt.
Als er dabei erwischt wird, wie er mit der Frau seines Chefs schläft, tötet er kurzerhand drei Menschen und flieht aus Hong Kong. 10 Jahre später verdingt er sich als Küchenchef in Südafrika, wo er von seinem Chef und dessen Frau, die um seine Lage wissen, schlecht bezahlt und beschimpft wird. Als er eines Tages in einem Dorf billiges Fleisch kauft, vergewaltigt er auf dem Weg auch noch eine kranke Frau und infiziert sich dabei mit Ebola. Glücklicherweise ist er einer unter Millionen Menschen, die dagegen immun sind. Als er schließlich die Schnauze voll hat, kehrt er mordend und vergewaltigend nach Hong Kong zurück...

Eigentlich ist Herman Yau Lai-To's (The Untold Story, Gong Tau) Cat. III-Filmchen ziemlich krank und lebt hauptsächlich von dem Kultstatus, den der Streifen genießt. Kann man sich auf die Thematik einlassen und über die Tatsache hinwegsehen dass man sich am Schmerz und Leid anderer ergötzt ist das ganze durchaus unterhaltsam. Darüber hinaus muss man aber auch erwähnen, dass das ganze durchweg mit einem Augenzwinkern inszeniert ist und so doch einiges an Härte herausnimmt. Sehenswert ist Ebola Syndrome nun hauptsächlich wegen Anthony Wong und der Tatsache nun einfach mitreden zu können. Wer kein Interesse am Hong Kong-Kino per se hat oder nicht in die Kategorie Gorehound fällt hat auch nichts verpasst.

Bewertung