Midnight Sun (タイヨウのうた)

gesehen am 23.05.2007
DVD · Code 3Hong Kong · Drama ⁄ Romanze · Shochiku Co. Ltd. · Japan 2006

Besprechung

Die 16-jährige Kaouru (Yui Yoshioka) leidet an Xeroderma Pigmentosum – einer Allergie auf Sonnenlicht. Durch die Krankheit kommt es auch zu einer Verschiebung von Kaourus Tages-Nacht-Rhythmus. Denn wenn die ganze Welt morgens aufsteht, begibt sie sich zu Bett. Doch seit kurzem hat Kaouru noch ein neues Ritual bevor sie schlafen geht. Sie beobachtet den Surfer Koji (Takashi Tsukamoto) und seine Freunde, die sich morgens auf dem Weg zum Ozean an der Bushaltestelle vor Kaourus Fenster treffen. Eines nachts, als Kaouru wieder mit ihrer Gitarre auf einem Bahnhofsvorplatz singt, kommt Koji vorbei und in ihrer Verzweiflung und sozialen Isolation überfällt sie ihn regelrecht. Ihre beste und einzige Freundin Misaki (Airi Toyama) kann sie gerade noch zurückhalten. Ein paar Tage später begegnen sich Kaouru und Koji erneut an der Bushaltestelle, beginnen zu reden und freunden sich an. Koji ermutigt Kaouru dazu ihre selbstgeschriebenen Songs einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen und eine eigene CD aufzunehmen. Ihre nächtlichen Touren durch Tokyos belebte Vergnügungsviertel, wo Kaouru ermutigt durch Koji mit anderen Straßenkünstlern zusammen singt, sind für Kaouru eine willkommene Abwechslung zu ihrem sonst doch eher tristen und einsamen Alltag. Doch eine so schwere Krankheit lässt sich nicht einfach ignorieren und die Liebe der beiden wird auf eine schwere Probe gestellt.

Die Ausgangssituation alleine ist natürlich schon ein Garant für einen ordentlichen Druck auf die Tränendrüse. Aber vor allem das gute und kitschfreie Spiel der jungen Akteure, allen voran J-Pop-Star Yui Yoshioka sorgen für eine emotionale Beteiligung am Schicksal der beiden Jugendlichen. Weiteres Highlight des Filmes sind die von Yui Yoshioka gesungenen Songs, die ihre Verletzlichkeit und ihren Gemütszustand widerspiegeln. Herzschmerz pur also!

Bewertung