Chocolate (ช็อคโกแลต)

gesehen am 21.06.2008
DVD · Code 3Hong Kong · Action · Baa-Ram-Ewe · Thailand 2008

Besprechung

Thailändische Gangster geraten in Bangkok mit der japanischen Yakuza aneinander. Zu allem Überfluss beginnt der Yakuza Masashi (Hiroshi Abe - Tokyo Raiders, Survive Style) mit der schönen Gangsterbraut Zin (Ammara Siripong) auch noch ein Verhältnis. Als dieses auffliegt, muss Masashi Thailand verlassen und Zin bringt kurze Zeit später ein autistisches Mädchen namens Zen zur Welt. Als Zen älter wird, stellt sich heraus, dass sie unglaubliche Reflexe hat und sie beginnt damit Muay Thai zu trainieren. Als Jahre später ihre Mutter Zin an Krebs erkrankt versucht Zen (JiJa Yanin Vismitananda) gemeinsam mit ihrem einzigen Freund Moom (Taphon Phopwandee) alte Schulden ihrer Mutter einzutreiben. Sind die Schuldner nicht willig – wie eigentlich immer – dann hilft Zen eben etwas nach...

Regisseur Prachya Pinkaew (Born To Fight, Tom Yum Goong) präsentiert ein actionreiches und sogar halbwegs glaubhaftes Muay-Thai-Feuerwerk - viel glaubhafter jedenfalls als "Oh der Buddha-Kopf ist weg ich geh ihn zurückholen". Hauptdarstellerin JiJa Yanin Vismitananda - die eigentlich damals für Born To Fight vorgesprochen hat - hat für ihre Rolle ganze vier Jahre gemeinsam mit Action-Regisseur Panna Rittikrai (Born To Fight, Dynamite Warrior) und teilweise gemeinsam mit Tony Jaa (Ong Bak, Tom Yum Goong) trainiert. Das Ergebnis ist eine Mischung aus den knallharten Muay Thai-Fights eines Tony Jaa, einigen eher slapstick-haften Elementen, die stark an Jackie Chan erinnern, der Effektivität eines Bruce Lee und der weiblicher Eleganz die JiJa mitbringt.
Da der Film wie gesagt auch auf seine Handlung wert legt, muss man sich etwas gedulden bis man die erste größere Kampfsequenz geboten bekommt. Doch dann geht es wahrlich los. In einem Eishaus - Bruce Lee's The Big Boss lässt grüßen - vermöbelt Zen säumige Schuldner nur um kurz darauf selbiges in einer Lagerhalle und auf einem Fleischmarkt mit jeder Menge scharfer und spitzer Gegenstände erneut zu tun. Als schließlich auch die Gangster von früher aufgeschreckt sind, kommt es zur Konfrontation in einem japanischen Teehaus, dass in Punkto Stil und Aufbau an die entsprechende Szene aus Quentin Tarantino's Kill Bill erinnert. Das halsbrecherische Finale beginnt dann auf dem Dach eines mehrstöckigen Gebäudes und endet an dessen Fassade mit zahlreichen Reklameschildern und Mauervorsprüngen. Muss man als Fan von Martial-Arts-Filmen einfach gesehen haben!

Bewertung